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Hand- und Armschutz am Arbeitsplatz

Hand- und Armschutz am Arbeitsplatz



Auch wenn an jedem Arbeitsplatz Gefahrensituationen auftreten können und ein Arbeitgeber diese nicht vollständig vermeiden kann, so kann ein Unternehmen dennoch vorbeugende Massnahmen ergreifen, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten und seine Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Dies beinhaltet auch die Schaffung einer physischen Barriere zwischen dem Mitarbeiter und seiner direkten Arbeitsumgebung, unter anderem durch den Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA).


Arme und Hände sind die bei Arbeitsunfällen am häufigsten betroffenen Körperteile; Verletzungen an Armen und Händen stellen damit 41 % aller nicht tödlichen Arbeitsunfälle dar. Die Branchen, in denen Hand- und Armverletzungen am häufigsten auftreten, sind das verarbeitende Gewerbe, der Gross- und Einzelhandel, das Baugewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen, das Hotel- und Gastgewerbe, Transport und Lagerung sowie die Land- und Forstwirtschaft und das Fischereiwesen.

Industries with most hand injuries

Dieser Leitfaden soll das Bewusstsein für die häufigsten Hand- und Armverletzungen am Arbeitsplatz schärfen und die Unternehmen dabei unterstützen, eine sicherere Umgebung für die Mitarbeiter zu schaffen, unter anderem durch Massnahmen wie die Aufklärung über mögliche Verletzungen am Arbeitsplatz und die Ausstattung der Mitarbeiter mit einer geeigneten Hand- und Armschutzausrüstung. Gleichzeitig bietet dieser Leitfaden den Unternehmen Hilfestellung bei der Auswahl der am besten geeigneten persönlichen Schutzausrüstung für ihre jeweilige Branche oder des Einsatzfeldes.



Verschiedene Arten von Hand- und Armverletzungen


Die Hände der Mitarbeiter können am Arbeitsplatz Chemikalien, Reizstoffen, Strom, beweglichen Komponenten und grossen Maschinenteilen ausgesetzt sein, die Verletzungen verursachen können.

Auch wenn die Mitarbeiter letztendlich selbst die Verantwortung für einen sorgsamen und vorsichtigen Umgang mit den Substanzen oder Maschinen tragen, die sie verletzen können, hat der Arbeitgeber ebenfalls die Pflicht, seinen Mitarbeitern eine geeignete persönliche Schutzausrüstung bereit zu stellen und eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

Das bedeutet, dass Arbeitgeber die verschiedenen Arten von Hand- und Armverletzungen, die in ihrem Betrieb auftreten können, sowie die entsprechend verfügbare und für den Schutz vor solchen Verletzungen am besten geeignete Hand- und Armschutzausrüstung kennen müssen. Werfen wir also einen Blick auf die verschiedenen Unfälle, welche die Arme und Hände der Mitarbeiter betreffen können.

Laut Statistik der Europäischen Kommission, treten die folgenden Verletzungen der oberen Extremitäten in der Europäischen Union am häufigsten auf:


Art der Verletzung Schulter & Schultergelenk Arm einschliesslich Ellbogen Hand Finger Handgelenk
Verletzungen insgesamt 146‘312 160‘538 306‘709 688‘186 148‘644
Wunden & oberflächliche Verletzungen 32‘648 68‘199 190‘699 436‘397 355‘544
Knochenbrüche 8‘904 26‘749 31‘436 94‘711 36‘028
Luxationen, Verstauchungen & Zerrungen 70‘589 34‘969 26‘635 53‘393 60‘552
Notfallamputationen 54 88 689 12‘370 26
Gehirnerschütterung & innere Verletzungen 27‘011 13‘417 27‘329 67‘078 10‘422
Verbrennungen, Verbrühungen & Erfrierungen 960 8‘536 16‘944 6‘425 1‘710
Vergiftungen & Infektionen 152 2‘688 3‘633 2‘091 445
Auswirkungen von Schall, Vibration & Druck 16 51 35 40 15
Auswirkungen von extremen Temperaturen, Licht & Strahlung 4 36 54 27 0
Schock 88 123 137 153 42


Dieser Bericht zeigt, dass die häufigsten Arten von Verletzungen der oberen Extremitäten Wunden und oberflächliche Verletzungen an Fingern, Handgelenk und Händen, Knochenbrüche an Fingern und Handgelenken, Luxationen, Verstauchungen und Zerrungen in den Schultern oder Handgelenken, Notfallamputationen von Fingern, Quetschungen, Verbrennungen und Verbrühungen der Hände sowie Infektionen an den Händen darstellen.

All types of hand and arm injuries

Diese Hand- und Armverletzungen betreffen nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber, wobei die wirtschaftliche Belastung durch Unfälle der oberen Extremitäten am Arbeitsplatz nicht zu unterschätzen ist. Insgesamt entstehen der EU durch Arbeitsunfälle und die damit verbundenen Verletzungen jährliche Kosten in Höhe von rund 476 Milliarden Euro.

Laut einem 2014 von DSM Dyneema veröffentlichen Whitepaper, werden im Bau- und Konstruktionswesen beinahe 70 % aller Handverletzungen durch Arbeiter verursacht, die nicht die richtigen Schutzhandschuhe tragen, und die gemeldeten Handverletzungen führen zu durchschnittlich sechs Tagen Krankenstand. Diese umfassende Studie zeigte auch, dass ein Drittel der Unternehmen mehr als 10 arbeitsbedingte Verletzungen pro Jahr meldete und die Hand der am häufigsten verletzte Körperteil war. 10 % der gemeldeten Handverletzungen waren Schnitt- oder Stichwunden.

Statistische Daten der Europäischen Kommission zeigen, dass die häufigsten Ursachen für nicht tödliche Arbeitsunfälle der Kontrollverlust über eine Maschine, ein Transportmittel, Handling-Ausrüstung, Werkzeuge oder Gegenstände, mit denen hantiert wird (26,2 %), Stürze von Personen (22, 5%) und Körperbewegungen unter Einfluss körperlicher Belastung (20 %) sind. 37,8% der nicht tödlichen Verletzungen am Arbeitsplatz infolge von Kontrollverlust, treten in der verarbeitenden Industrie auf, die auch den höchsten Anteil an Hand- und Armverletzungen verzeichnet.

Schnitt- und Stichverletzungen, Verstauchungen, Zerrungen und Brüche sowie Verbrennungen und Verätzungen sind die häufigsten Arten von Handverletzungen am Arbeitsplatz. Der Hauptgrund für diese Unfälle ist fehlende persönliche Schutzausrüstung gefolgt von unzureichender Schulung.

Alle diese Zahlen und Statistiken zeigen ganz deutlich, wie hoch die Unfall- und Verletzungsgefahr für Arbeitnehmer am Arbeitsplatz ist und wie ungemein wichtig es daher ist, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern die richtige persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung stellen, um die Häufigkeit und die Folgen von Arbeitsunfällen möglichst zu begrenzen bzw. zu minimieren.

Die wirkungsvollste PSA für die Hände und Arme ist der Schutzhandschuh, der die Haut nicht nur sauber hält und vor Verunreinigungen schützt, sondern auch Schutz vor Verätzungen, Schnitten und Rissen, Stichverletzungen, Hitze und Kälte bietet.

In den folgenden Kapiteln werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Sicherheitsregeln, welche die Mitarbeiter befolgen sollten, um das Risiko von berufsbedingten Hand- und Armverletzungen zu minimieren. Darüber hinaus analysieren wir die Eigenschaften und konstruktiven Besonderheiten der für die Arme und Hände verfügbaren PSA.




Grundlegende Sicherheitsregeln für den Handschutz


Wie bereits zuvor erwähnt sind sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer für die Vermeidung von Arbeitsunfällen verantwortlich. Als Arbeitgeber sollten Sie die folgenden Regeln beachten, um eine sichere Arbeitsumgebung für Ihre Mitarbeiter zu schaffen:

Dokumentieren Sie zunächst alle Arbeitsunfälle in Ihrem Unternehmen und versuchen Sie, Tendenzen und Muster bei den Verletzungen zu erkennen. Sobald Sie feststellen, dass bestimmte Muster auftreten, haben Sie die Möglichkeit, diejenigen Bereiche zu identifizieren, auf die Sie den Fokus legen müssen, und Sie können effektiv darauf hinarbeiten, die häufigsten Ursachen für Arm- und Handverletzungen zu beseitigen.

Betrachten Sie die sich häufiger ereignenden Unfallarten, sehen Sie sich die Orte, an denen diese auftreten, sowie die für die Tätigkeit der Mitarbeiter benötigten Maschinen oder Werkzeuge genau an und kontrollieren Sie, welche persönliche Schutzausrüstung Ihre Mitarbeiter tragen oder nicht tragen, während sie ihrer täglichen Arbeit nachgehen.

Überprüfen Sie, ob Ihren Mitarbeitern die geeignete PSA zur Verfügung steht und ob sie für den Gebrauch der Werkzeuge, mit denen sie täglich arbeiten, und zur Vermeidung von Arbeitsfällen ausreichend geschult wurden. Führen Sie eine Risikobeurteilung Ihrer Betriebsstätte durch und identifizieren Sie die potenziellen Ursachen für Hand- und Armverletzungen.

Falls Ihre Mitarbeiter mit chemischen Substanzen, mit kalten bzw. heissen Werkzeugen oder mit scharfkantigen Materialien arbeiten, sind das alles potentielle Gefahrenquellen, die zu Unfällen führen können. Sie müssen daher unbedingt wissen, welchen Gefahren Ihre Mitarbeiter tagtäglich ausgesetzt sind.

Sobald Sie ein klares Bild der Vorgänge in Ihrem Unternehmen und der häufigsten Verletzungsursachen sowie der bestehenden Risiken gewonnen haben, können Sie die geeignete Schutzausrüstung für Ihre Mitarbeiter auswählen und ein Schulungsprogramm, das Beispiele sicherer Arbeitsweisen einschliesst, entwickeln. Insbesondere für die Hände und Arme ist eine speziell auf die vorhandenen oder potentiellen Gefahren abgestimmte PSA am besten geeignet und sollte die erste Wahl sein.

Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass bei einem bestimmten Arbeitsschritt die Häufigkeit von Schnittverletzungen an der Hand sehr hoch ist, müssen Sie Ihre Mitarbeiter mit Schnittschutzhandschuhen ausstatten. Ist die Häufigkeit von Verätzungen sehr hoch, dann benötigen Sie die Schutzhandschuhe, die Ihre Mitarbeiter vor genau dieser Gefahr schützen, und so weiter.

Neben einer entsprechenden Investition in Schutzausrüstung müssen Sie ebenfalls regelmässige Inspektionen der Werkzeuge und Maschinen durchführen, mit denen Ihre Mitarbeiter arbeiten, und dafür sorgen, dass alle beschädigten Teile umgehend ersetzt oder repariert werden. Achten Sie darauf, wie Chemikalien gehandhabt werden, wie gefährlich die Stoffe sind und welche möglichen Alternativen es gibt. Wenn die in Ihrem Unternehmen genutzte Ausstattung nicht ergonomisch ist, suchen Sie nach besseren Möglichkeiten, um eine sichere und gesündere Umgebung für Ihre Mitarbeiter zu schaffen.

Vergewissern Sie sich, dass die Maschinen ordnungsgemäss mit Schutzvorrichtungen ausgestattet sind und dass keine zugänglichen rotierenden oder beweglichen Teile vorhanden sind, mit denen die Hände Ihrer Mitarbeiter in Berührung kommen könnten. Unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend, nicht in sich bewegende oder in Betrieb befindliche Maschinen einzugreifen oder diese zu behindern, insbesondere wenn sie mit schweren Maschinen oder Werkzeugen arbeiten. Achten Sie ausserdem darauf, dass sie keine weite Kleidung tragen, wenn sie in der Nähe von Maschinen arbeiten.

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die am häufigsten auftretenden Arten von Handverletzungen in Ihrem Unternehmen, deren Ursachen und die Sicherheitsmassnahmen, die ergriffen werden, um solche Unfälle zu verhindern bzw. zu reduzieren. Sie sollten ihnen ausserdem sichere Arbeitspraktiken beibringen, um die Gefahren, denen ihre Mitarbeiter ausgesetzt sind, zu minimieren, und ein umfassendes Schulungsprogramm für die verschiedenen für die einzelnen Positionen oder Einsatzfelder verfügbaren Schutzhandschuhe anbieten.

Und zu guter Letzt sollten Sie sicherstellen, dass jeder in Ihrem Unternehmen seinen Arbeitsbereich sauber und frei von Gefahren hält und dass niemand Schmuck trägt, der sich in den Maschinen verfangen kann. Wenn Ihre Mitarbeiter mit chemischen Substanzen arbeiten, achte Sie darauf, dass


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Ihre Mitarbeiter sollten unter anderem die folgenden Sicherheitsregeln befolgen:

Klemmstellen, scharfe Kanten und potentiell gefährliche Bereiche, wie alte oder beschädigte Maschinen und Maschinen mit beweglichen Teilen, sind unbedingt zu meiden.
Sämtliche Werkzeuge und Maschinen müssen vor dem Einsatz überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie sich in einwandfreiem Zustand befinden und sicher verwendet werden können.
Sie sollten nicht mit Maschinen arbeiten, die sie nicht kennen oder an denen sie nicht eingearbeitet wurden.
Sie sollten achtsam mit Geräten umgehen, die automatisch starten können und Unterbrechungen von sich bewegenden und laufenden Maschinen vermeiden.
Sie sollten Maschinen und Anlagen vermeiden, die heiss oder mit chemischen Stoffen verunreinigt sind.
Sie sollten die für die jeweilige Position und Aufgabe empfohlene PSA tragen.


Arm- und Handschutzausrüstung

Zwar sind Schutzhandschuhe die am häufigsten verwendete Schutzausrüstung, sie sind allerdings nicht das einzige Produkt, mit dem Arbeiter ihre Arme und Hände vor Gefahren am Arbeitsplatz schützen können. Stulpen, Fäustlinge, Manschetten und Ellbogenschützer sowie Schutzkleidung sind geeignete Mittel, um das Verletzungsrisiko an Händen und Armen zu minimieren.

Wie bereits erwähnt zählen unter anderem Schnitt- und Stichverletzungen, Abschürfungen, extreme Temperaturen, giftige und aggressive chemische Substanzen, Infektionserreger, Verunreinigungen durch verschiedene Gemische, Stromschläge und Vibrationen zu den häufigsten Verletzungsgefahren an den oberen Extremitäten.

Stulpen

Stulpenhandschuhe sind Schutzhandschuhe, die in bestimmten Branchen zum Einsatz kommen, einschließlich Baugewerbe, Sanitärbereich, Schneidearbeiten, Metallarbeiten, Autoreparaturen, Reparaturen von Ausrüstung oder Stanzarbeiten. Sie bestehen in der Regel aus Metall, Gummi, Leder oder einer Kombination aus diesen Materialien und bieten Schutz vor Schnitten, Stößen, Schlägen, Abrieb und Hitze.

Im Laufe der Geschichte wurden Stulpenhandschuhe von Soldaten zum Schutz ihrer Hände und Handgelenke im Kampf verwendet. Der Stulpenhandschuh, wie er im Mittelalter zum Einsatz kam, bestand aus Stahlnetzen, während der Stulpenhandschuh, der von Elektroinstallateuren verwendet wird, aus Gummi oder PVC besteht. Stulpenhandschuhe, die für die Metallbearbeitung oder für Schweißarbeiten verwendetet werden, bestehen aus Leder, während Stulpenhandschuhe, die vom Militär verwendet werden, aus weißem Leder bestehen und nur bei Paraden zum Einsatz kommen.

Worin unterscheiden sich Stulpenhandschuhe und normale Handschuhe? Der Begriff "Stulpenhandschuh" kann in Bezug auf verschiedene Arten von Handschuhen verwendet werden, doch er beschreibt im Allgemeinen Handschuhe mit einer verlängerten Manschette, die einen Teil des Unterarms abdecken. Sie sind also länger als normale Handschuhe und kommen heutzutage meist in der Industrie zum Einsatz, um Arbeiter bei Schweiß- oder Schleifarbeiten gegen Funken zu schützen.

Fäustlinge

Fäustlinge sind Handschuhe ohne Fingeröffnungen, die einen hohen thermischen Wirkungsgrad aufweisen. Sie werden häufig zum Schutz der Haut im Wintersport oder in der Küche bei der Arbeit mit heißen Küchenutensilien verwendet. In Krankenhäusern bekommen Patienten Fäustlinge aufgesetzt, die wie Boxhandschuhe aussehen, um zu verhindern, dass sie die zur Verabreichung von Medikamenten erforderlichen Schläuche herausziehen.

Je nach Anwendungsbereich verfügen Fäustlinge möglicherweise über eine separate Daumenöffnung, bedecken normalerweise aber die ganze Hand und teilweise auch das Handgelenk. Einige Fäustlinge können aufgeklappt werden, sodass der Verwender seine Finger bei Aufgaben freimachen kann, die eine bessere Griffigkeit oder höhere Präzision erfordern. Fäustlinge können bei der Arbeit in Umgebungen mit extremen Temperaturen oder beim Umgang mit kalten oder heißen Werkzeugen als PSA eingesetzt werden.

Schutzmanschetten

Sicherheitsmanschetten sind Arbeitsschutzartikel, die durch eine Naht im Bereich des Handgelenks befestigt werden können, um Hand und Arm noch besser zu schützen. Sie bestehen in der Regel aus starreren Materialien, die auch bei Kontakt mit Schweiß fest sitzen, und können ganz leicht an- und abgelegt werden. Sicherheitsmanschetten können direkt in das Design von Schutzhandschuhen integriert werden.

Schutzärmel

Eine Ähnlichkeit zu Manschetten weisen Sicherheitsärmel auf, die zum Schutz vor Schnitten oder extremen Temperaturen eingesetzt werden können. Wie sich bereits vom Namen ableiten lässt, sind Sicherheitsärmel länger als Manschetten und können zudem in das Design der Handschuhe integriert werden. Darüber hinaus können sie separat über der Kleidung oder anderen Schutzhandschuhen getragen werden.

Ellenbogenschützer wiederrum werden zum Schutz vor Abrieb und Prellungen durch Krafteinwirkung eingesetzt und bestehen vorwiegend aus starren Materialien. Sie bedecken ausschließlich den Ellenbogenbereich oder den Ellenbogen und einen Teil des Arms.

Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe sind Kleidungsstücke zum Schutz der Hände und Handgelenke vor Gefahren am Arbeitsplatz. Sie eignen sich für nahezu alle Branchen und Anwendungen, ihre Funktionalität wird jedoch durch das Design, die Konstruktion und die verarbeiteten Materialien beeinflusst. Handschuhe bieten Schutz vor Stichen und Schnitten, Chemikalien, Hitze und Kälte, Elektrizität und Schadstoffen.

Durch die Verwendung einer solchen Schutzausrüstung können Gefahren oder Unfälle nicht vollständig beseitigt werden. Dennoch trägt sie auf jeden Fall dazu bei, ein sichereres Arbeitsumfeld für Arbeitnehmer zu schaffen. Statistiken zeigen, dass der Verzicht auf Sicherheitshandschuhe die Hauptursache für Handverletzungen am Arbeitsplatz ist. Daher sollte der Umgang mit Schutzhandschuhen äußerst ernst genommen werden und jeder Arbeitgeber sollte seinen Arbeitnehmern Schutzhandschuhe zur Verfügung stellen.

Denken Sie bitte daran, dass es äusserst wichtig ist, dass die Mitarbeiter beim Tragen von PSA stets die Herstelleranweisungen befolgen und die Schutzausrüstung auch entsprechend den Empfehlungen reinigen, dekontaminieren und pflegen. Vor dem Anlegen eines Produktes sollten die Mitarbeiter ausserdem unbedingt überprüfen, welche Materialien in diesem Produkt verwendet wurden, da manche Materialien – wie beispielsweise Latex – allergische Reaktionen hervorrufen können.

Ferner sollten die Mitarbeiter nur richtig sitzende PSA tragen; lockere oder lose Teile können in der Maschine hängen bleiben und so Arbeitsunfälle verursachen. Sie sollten daher auf keinen Fall persönliche Schutzausrüstung tragen, die beschädigt, abgenutzt oder zerrissen ist. Die PSA ist vor der ersten Verwendung unbedingt zu überprüfen, auch wenn sie komplett neu ist. Es kann immer wieder zu Fertigungsproblemen kommen, daher empfiehlt es sich, alle vorbeugenden Massnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen zu ergreifen.

Darüber hinaus sollten Mitarbeiter darauf achten, dass bei der Arbeit mit Chemikalien, Werkzeugen und Maschinen alle exponierten Hautpartien geschützt sind. Das heisst, die Handschuhe sollten lang genug sein, um die Haut zu bedecken und es sollte kein Spalt zwischen der PSA und den übrigen Kleidungsstücken bleiben. Bei (zu) kurzen Handschuhen empfiehlt sich eventuell das Tragen von zusätzlicher Schutzausrüstung.


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Gesetze und Vorschriften für Schutzhandschuhe


Im Folgenden werden die für die Schutzhandschuhe geltenden Normen und Richtlinien erläutert.


EN 420: SCHUTZHANDSCHUHE - ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN UND PRÜFVERFAHREN

Diese Norm legt die für alle Schutzhandschuhe geltenden allgemeinen Anforderungen zu Gestaltungsgrundsätzen und Konfektionierung, Unschädlichkeit, Komfort und Leistungsvermögen sowie die für alle Schutzhandschuhe geltenden Kennzeichnungen und Informationen fest. Diese Norm kann auch für Armschutz gelten.


Definition :
Ein (Schutz-)Handschuh ist eine persönliche Schutzausrüstung, welche die Hand bzw. einen Teil der Hand vor Gefahren schützt. Er kann auch einen Teil des Unterarms und des Arms bedecken.


Entsprechend der europäischen Richtlinie 89/686/EWG werden alle Schutzhandschuhe in 3 Kategorien eingeteilt:

Kategorie 1: Schutzhandschuhe in einfacher Ausführung
Diese Handschuhe sind nur für Einsatzfelder mit geringfügigem Risiko geeignet, da sie nur begrenzt Schutz vor Risiken bieten. Ein Beispiel für Handschuhe dieser Kategorie wären Haushaltshandschuhe, Garten- und Putzhandschuhe, Baumwoll- und Lederhandschuhe und Handschuhe zum Schutz vor warmen Gegenständen oder Temperaturen unter 50⁰C. Diese Produkte können von den Herstellern selbst getestet und zertifiziert werden.

Kategorie 2: Handschuhe zum Schutz vor mittleren Risiken
Diese Handschuhe sind für Anwendungen mit mittleren Risiken bestimmt und müssen durch eine unabhängige, benannte Prüf- und Zertifizierungsstelle geprüft und zertifiziert werden, die anschliessend eine CE-Kennzeichnung entsprechend der Schutzwirkung des Handschuhs ausstellt. Produkte dieser Kategorie dürfen nicht ohne CE-Kennzeichnung verkauft werden. Solche Handschuhe werden bei allgemeinen Arbeitsverfahren verwendet und weisen in der Regel gute Schnitt-, Durchstich- und Abriebfestigkeit auf.

Kategorie 3: Schutzhandschuhe in komplexer Ausführung
Handschuhe dieser Kategorie sollen vor irreversiblen Schäden oder tödlichen Gefahren schützen. Sie müssen von einer unabhängigen, benannten Prüf- und Zertifizierungsstelle geprüft und zertifiziert werden, die zusätzlich das vom Hersteller genutzte Qualitäts- und Kontrollsystem gesondert prüft, um eine homogene Produktion zu gewährleisten. Die Nummer dieser benannten Prüfstelle ist neben der CE-Kennzeichnung auf dem Handschuh angegeben.


HINWEIS: Die aktuelle PSA-Richtlinie 89/686/EWG wird am 21. April durch die neue PSA-Verordnung (EU) 2016/425 ersetzt.

Die Einstufung der PSA-Kategorien bleibt im Vergleich zur aktuellen Richtlinie unverändert, einige Produkte werden allerdings von Kategorie 2 in Kategorie 3 verschoben. Produkte, die in Kategorie 3 verschoben werden, umfassen Produkte zum Schutz vor biologischen Risiken, Schussverletzungen und Messerstichen, Schnitten durch Handkettensägen, Hochdruck-Strahlschneiden, der Gefahr des Ertrinkens und schädlichem Lärm.


LEISTUNGSSTUFEN VON SCHUTZHANDSCHUHEN

Die Schutzwirkung eines Handschuhs wird durch seine Leistungsstufe angegeben, d. h. eine Ziffer zwischen 0 und 5, die Aufschluss darüber gibt, wie der Handschuh in einem bestimmten Test abgeschnitten hat. Die Leistungsstufen haben die folgenden Bedeutungen:


Stufe 0 1 2 3 4 X
Bedeutung Der Handschuh wurde nicht getestet oder unterschreitet das Mindest-leistungsniveau Minimaler Schutz Guter Schutz Sehr guter Schutz Hervorragender Schutz Das Prüfverfahren ist für das Handschuh-muster nicht geeignet


ANFORDERUNGEN

Handschuhkonfektionierung und -design
Die Handschuhe sollten unter vorhersehbaren Einsatzbedingungen grösstmöglichen Schutz bieten. Sind Nähte vorhanden, sollte die Festigkeit der Nähte die Gesamtleistung des Handschuhs nicht beeinträchtigen.

Unschädlichkeit
Die Materialien der Handschuhe selbst dürfen nicht schädlich sein. Ihr PH Wert sollte zwischen 3,5 und 9,5 liegen und der Chromgehalt sollte unterhalb der Nachweisgrenze bleiben (<3 ppm). Handschuhe aus Naturkautschuk sollten gemäß EN 455-3 auf herauslösbare Proteine getestet werden.

Reinigungshinweise
Wenn Pflegehinweise angegeben sind, dann sollte sich die Leistungsfähigkeit nach der maximal empfohlenen Anzahl an Reinigungszyklen nicht verschlechtern.

Elektrostatische Eigenschaften
Antistatische Handschuhe, die entsprechend ausgelegt sind, um das Risiko von elektrostatischen Entladungen zu reduzieren, sollten nach EN 1149 getestet sein. Die ermittelten Prüfwerte sind in der Gebrauchsanweisung anzugeben. Es sollte kein elektrostatisches Piktogramm verwendet werden.

Grösse
Handschuhe, die kürzer als die Mindestlänge sind, sollten als „für spezielle Anwendungen geeignet“ gekennzeichnet werden.


Handschuhgrösse Handschuhgrösse Handumfang/-länge (mm) Mindestlänge des Handschuhs (mm)
6 6 152/160 220
7 7 178/171 230
8 8 203/192 240
9 9 229/192 250
10 10 254/204 260
11 11 279/215 270

Tast- und Fingerspitzengefühl
Gegebenenfalls ist die Leistung entsprechend der untenstehenden Tabelle einzustufen.


Leistungsstufe 1 2 3 4 5
Kleinster Durchmesser* 11,0 9,5 8,0 6,5 5,0
*Pin, der mit angezogenen Handschuhen 3 Mal in 30 Sekunden aufgenommen werden kann (mm).


Wasserdampfdurchlässigkeit und -absorption
Bei Bedarf sollten Handschuhe eine bestimmte Wasserdampfdurchlässigkeit (5 mg/cm2) aufweisen. Wenn Handschuhe keine Wasserdampfdurchlässigkeit gewährleisten, sollte der Wert bei mindestens 8 mg/cm2 für acht Stunden liegen.


KENNZEICHNUNG & INFORMATION

Handschuhkennzeichnung
Jeder Handschuh sollte mit dem Namen des Herstellers, der Handschuh- und Grössenbezeichnung, der CE-Kennzeichnung und den entsprechenden Piktogrammen sowie den jeweiligen Leistungsstufen und einem Hinweis auf die EN-Norm gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnung sollte über die gesamte Lebensdauer des Handschuhs hinweg lesbar sein. Sollte diese Kennzeichnung aufgrund bestimmter Eigenschaften des Handschuhs nicht sichtbar sein, so ist sie auf der ersten Packungsbeilage aufzuführen.

Kennzeichnung der Verpackung
Die Verpackung, die den Handschuh enthält, sollte die folgende Kennzeichnung tragen: Name und Adresse des Herstellers oder Vertreters, Handschuhgrösse und -bezeichnung, CE-Kennzeichnung, Verwendungshinweise – einfache, mittlere oder komplexe Ausführung mit den dazugehörigen Piktogrammen. Wenn der Schutz auf einen bestimmten Teil der Hand begrenzt ist, sollte dies ebenfalls erwähnt werden. Ausserdem sollte die Verpackung einen Hinweis darauf enthalten, wo weitere Informationen erhältlich sind.


EN 374: SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN GEFÄHRLICHE CHEMIKALIEN UND MIKROORGANISMEN

Diese Norm gilt für Schutzhandschuhe, die von Arbeitern getragen werden, die Schutz vor hautreizenden Chemikalien und/oder Mikroorganismen benötigen. Die Norm legt die Fähigkeit des Handschuhs fest, den Benutzer vor diesen Reizstoffen zu schützen.


Definitionen:

Penetration (Durchdringung) – Die Bewegung eines chemischen Stoffes und/oder von sonstigen Mikroorganismen durch poröse Materialien, Nähte, Nadellöcher oder andere Fehlstellen im Material eines Schutzhandschuhs auf nicht-molekularer Ebene.

Degradation – Manchmal können Chemikalienschutzhandschuhe wie ein Schwamm wirken, der Flüssigkeit aufsaugt und gegen die Haut drückt. Dadurch wird der Handschuh beschädigt. Die Degradation ist eine Verschlechterung einer oder mehrerer Materialeigenschaften der Schutzhandschuhe durch Kontakt mit einer Chemikalie. Anzeichen für eine solche Degradation sind unter anderem Abblättern, Aufquellen, Zersetzung, Farbveränderung, Massänderung, Veränderung des Erscheinungsbildes, Aushärten, Aufweichen.

Permeation – Die Gummi- und Kunststofffolien in den Handschuhen wirken als Barrieren gegen Chemikalien. Daher ist es erforderlich, die Durchbruchzeiten bzw. die Zeit, die verstreicht, bis die gefährliche Flüssigkeit in Kontakt mit der Haut kommt, zu messen. Jede geprüfte Chemikalie wird anhand ihrer jeweiligen Durchbruchzeit in die Leistungsstufen 0 bis 6 eingestuft.


Gemessene Durchbruchzeit >10 Minuten >30 Minuten >60 Minuten >120 Minuten >240 Minuten >360 Minuten
Schutzindex Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 Klasse 6


ANFORDERUNGEN

Chemikalienschutzhandschuhe:

Penetration (Durchdringung) – Ein mittels Luft- und Wasserlecktest geprüfter Handschuh darf keine Leckage aufweisen, Prüfung und Inspektion sollten gemäss annehmbarem Qualitätsniveau erfolgen.

Permeation - Ein Handschuh muss die Mindestanforderungen von Typ C und mindestens Stufe 1 (mehr als 10 Minuten) gegenüber einer Chemikalie aus der Liste der in Teil 1 definierten Prüfchemikalien erfüllen. 1.

Degradation – Die Veränderung der Durchstichfestigkeit nach einem Kontakt mit Chemikalien sollte für alle verwendeten Chemikalien am Handschuh geprüft und das entsprechende Ergebnis in der Gebrauchsanweisung angegeben sein.

Lange Handschuhe - Beträgt die Länge des Chemikalienschutzhandschuhs ≥ 40 cm, ist auch der Manschettenbereich auf Permeation zu prüfen.

Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen:

Penetration – Für diese Handschuhe gelten die gleichen Anforderungen wie für Chemikalienhandschuhe, wenn Schutz vor Bakterien und Pilzen gefordert ist.

Virenschutz – Diese Handschuhe durchlaufen einen zusätzlichen Test nach ISO 16604, wenn Virenschutz gefordert ist.

Lange Handschuhe - Beträgt die Länge des Schutzhandschuhs ≥ 40 cm, ist auch der Manschettenbereich auf Eindringen von Viren zu prüfen.

WARNUNG: Die chemischen Datenangaben spiegeln nicht unbedingt die tatsächliche Haltbarkeit im Arbeitsfeld wider.


KENNZEICHNUNG & INFORMATION

Chemikalienschutzhandschuhe



Das Piktogramm für chemikalienbeständige Handschuhe muss bei Typ A und Typ B Handschuhen mit einem zusätzlichen Buchstabencode versehen sein. Als Typ C gekennzeichnete Handschuhe verfügen über keinen Buchstabencode. Die Buchstaben dieses Codes verweisen auf eine Liste mit in der Norm definierten Prüfchemikalien..

Die Mindestdurchbruchzeit beträgt für einen Typ C Handschuh 10 Minuten für mindestens eine Chemikalie, für einen Typ B Handschuh 30 Minuten für mindestens 3 Chemikalien und für Typ A 30 Minuten für mindestens 6 Chemikalien aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien.

Die Kennzeichnung sollte das CE-Zeichen enthalten und die ID der benannten Stelle sowie Pflege- und Lagerungshinweise, Anwendungshinweise und -einschränkungen, Angaben zur möglichen Verschlechterung in Hinblick auf die deklarierten Chemikalien, eine Liste der im Handschuhmaterial verwendeten Stoffe, die bekanntermassen Allergien verursachen, sowie Name und Adresse der Stelle, die das Produkt zertifiziert hat. Eine Liste aller im Handschuh enthaltenen Stoffe ist auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.


Buchstabencode Definierte Chemikalie CAS-Nummer Klasse
A Methanol 67-56-1 Primäralkohol
B Azeton 67-64-1 Ketone
C Azetonitril 75-05-8 Nitrilverbindung
D Dichlormethan 75-09-2 Chlorierter Kohlenwasserstoff
E Schwefelkohlenstoff 75-15-0 Schwefelhaltige organische Verbindung
F Toluol 108-88-3 Aromatischer Kohlenwasserstoff
G Diethylamin 109-89-7 Amin
H Tetrahydrofuran 109-99-9 Heterozyklische und Etherverbindung
I Ethylazetat 141-78-6 Ester
J n-Heptan 142-82-5 Gesättigter Kohlenwasserstoff
K Natriumhydroxid 40% 1310-73-2 Anorganische Base
L Schwefelsäure 96% 7664-93-9 Anorganische Mineralsäure, oxidierend
M Salpetersäure 65% 7697-37-2 Anorganische Mineralsäure, oxidierend
N Essigsäure 99% 64-19-7 Organische Säure
O Ammoniak 25% 1336-21-6 Organische Base
P Wasserstoffperoxid 30% 7722-84-1 Peroxide
S Flusssäure 40% 7664-39-3 Anorganische Mineralsäure
T Formaldehyd 37% 50-00-0 Aldehyd

Handschuhe zum Schutz vor Mikroorganismen

Kennzeichnung nach EN ISO 374-5: Bei Handschuhen, die den Anwender vor Bakterien und Pilzen schützen, kommt das Biogefahren-Piktogramm zum Einsatz. Dazu muss der Schutzhandschuh nach EN 374-2:2013 auf Dichtheit geprüft werden.

Um den Schutz vor Bakterien, Pilzen und Viren auszuweisen, wird der Hinweis „VIRUS“ unter dem Biogefahren-Piktogramm angegeben. Für diese Schutznorm muss der Handschuh nach EN 374-2:2013 auf Bakterien und Pilze geprüft und nach ISO 16604: 2014 (Verfahren B) einem Bakteriophagen-Penetrationstest unterzogen werden.

HINWEIS: Mit dieser Norm können Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen mit oder ohne Chemikalienschutz deklariert werden und umgekehrt.


EN 388: SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN MECHANISCHE RISIKEN

2016 wurde eine neue Version dieser Norm veröffentlicht, welche die Norm von 2003 abgelöst hat. Die neue Norm gilt nicht rückwirkend, daher können Handschuhe bis 2023 unter beiden Normversionen verkauft werden. Nach Ablauf dieser Frist müssen die Zertifikate nach den aktuellen Vorschriften erneuert werden und die Handschuhe müssen der neuen Norm entsprechen.

Die wesentlichen Änderungen sind:
Abriebprüfung: Es wird ein neues Test-Abriebmittel verwendet, um die Konsistenz der Testergebnisse zu erhöhen. Nach der Rezertifizierung können sich manche Abriebwerte ändern.
Schnittfestigkeit: Das aktuelle Coup-Testverfahren wird durch das neue ISO 13997 Testverfahren ergänzt, wenn ein Produkt 60 Zyklen erreicht oder wenn die Klinge vor Ablauf von 60 Zyklen stumpf wird. Der ISO-Test wird in Newton gemessen und durch einen am Ende angehängten Buchstaben gekennzeichnet. Für nach dem ISO-Prüfverfahren geprüfte Teile ist eine zusätzliche Kennzeichnung erforderlich.
Beispielsweise wird ein Handschuh nach dem Coup-Verfahren mit der Wertung 4.4.3.2 getestet und anschliessend ebenfalls nach dem ISO Testverfahren geprüft und daher mit einer zusätzlichen Wertung versehen – z. B. 4.4.3.2.B. Manche Hersteller können sich dafür entscheiden, nur das ISO-Prüfverfahren zu verwenden. In diesem Fall wird die Wertung als 4.X.3.2.B angezeigt.
Aufprallschutz (falls zutreffend): Für alle Bereiche, in denen ein Aufprallschutz verlangt wird, wurde EN 13549 eingeführt. Handschuhe, die diesen Test bestehen, werden mit dem Buchstaben „P“ gekennzeichnet. Zum Beispiel 4.X.3.2.B.P.


EN 388: 2003

Diese Norm gilt für alle Arten von Schutzhandschuhen in Bezug auf äusserliche und mechanische Einwirkungen durch Abrieb, Schnitt, Durchstich und Weiterreissen.


Definition:
Der Schutz vor mechanischen Risiken wird durch ein Piktogramm gefolgt von vier Ziffern (Leistungsstufen) dargestellt. Jede der Ziffern steht für eine geprüfte Leistung gegen eine bestimmte Gefahr.


Das Piktogramm für mechanische Risiken wird von einem 4-stelligen Code begleitet:
A: Abriebfestigkeit – Basierend auf der Anzahl an Zyklen, die erforderlich sind, um durch den Testhandschuh zu scheuern.
B: Schnittfestigkeit – Basierend auf der Anzahl an Zyklen, die erforderlich sind, um bei konstanter Geschwindigkeit durch das Testobjekt zu schneiden. Das aktuelle Verfahren zur Überprüfung der Schnittfestigkeit ist der Coup-Test.
C: Weiterreissfestigkeit – Basierend auf der Kraft, die erforderlich ist, um das Testobjekt zu zerreissen.
D: Durchstichfestigkeit – Basierend auf der Kraft, die erforderlich ist, um das Testobjekt mit einer Spitze in Standardgrösse zu durchbohren. [0] zeigt in jedem Fall die niedrigste Leistungsstufe an, wie nachfolgend angegeben:


Test Leistungsstufe
0 1 2 3 4 5
A. Abriebfestigkeit (Zyklen) <100 100 500 2000 8000
B. Schnittfestigkeit (Faktor) <1.2 1.2 2.5 5.0 10.0 20.0
C. Reißfestigkeit (Newton) <10 10 25 50 75
D. Durchstichfestigkeit (Newton) <20 20 60 100 150

Diese Leistungsstufen müssen neben dem Piktogramm auf den Handschuhen und auf der direkten Verpackung der Handschuhe deutlich sichtbar gekennzeichnet sein.

EN 388: 2016

Schnittfestigkeit - Der Coup-Test wurde überarbeitet und die maximale Zyklusanzahl auf 60 begrenzt, unabhängig davon, ob die Klinge das Testmaterial durchschnitten hat oder nicht. Nach den neuen Vorschriften werden Handschuhe, die nach dem Coup-Test die Schnittstufe 4 oder 5 erreicht haben, dem neuen ISO 13997 Test unterzogen, der die Schnittfestigkeit in Newton misst.


Test Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Stufe E Stufe F
EN ISO 13997 Schnittfestigkeit (N) 2 5 10 15 22 30

Stossfestigkeit: Die EN 388: 2003 Norm umfasst keine Stossfestigkeitsprüfung. Die überarbeitete Fassung 2016 enthält eine zusätzliche Prüfung, in der ein spezifischer Nachweis der Stossfestigkeit erfolgt. Die Prüfung wird gemäss EN 13594:2015 durchgeführt. Zur Prüfung des Handschuhs wird der Schutzbereich über einem gewölbten Amboss gesichert und mit einer Schlagenergie von 5 J belastet. Erfüllen die Handschuhe die Testanforderungen, wird die Handschuhkennzeichnung an der letzten Stelle hinter allen anderen Schutzmerkmalen um die Kennziffer „P“ ergänzt.

Current EN388 standard


EN 511: SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN KÄLTE

Diese Norm gilt für alle Handschuhe, welche die Hände gegen konvektive Kälte und Kontaktkälte bis -50°C schützen. Alle Handschuhe müssen mindestens Leistungsstufe 1 für Abrieb und Reissfestigkeit erreichen.


Definition:
Der Kälteschutz wird durch ein Piktogramm dargestellt, gefolgt von drei Leistungsstufen, die sich auf bestimmte Schutzeigenschaften beziehen.


Das Kältegefahrenpiktogramm wird von einem 3-stelligen Code ergänzt:
A – Widerstandsfähigkeit gegen konvektive Kälte: Leistungsstufe 0–4. Dieser Wert basiert auf den wärmeisolierenden Eigenschaften des Handschuhs, die durch Messung der durch Konvektion entweichenden Wärme ermittelt werden.
B – Widerstandsfähigkeit gegen Kontaktkälte: Leistungsstufe 0–4. Basierend auf dem thermischen Widerstand des Handschuhmaterials bei Kontakt mit einem kalten Gegenstand.
C – Wasserdurchlässigkeit: Leistungsstufe 0 oder 1. 0 = wasserdurchlässig, Wasser dringt ein; 1 = wasserundurchlässig, es dringt kein Wasser ein.


EN 407: SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN THERMISCHE RISIKEN

Diese Norm legt das thermische Verhalten für Schutzhandschuhe gegen Hitze und/oder Feuer fest. Alle Schutzhandschuhe müssen mindestens die Leistungsstufe 1 für Abrieb und Reissfestigkeit erreichen.


Definition:
Die Art des Schutzes und der Schutzgrad wird durch ein Piktogramm dargestellt, gefolgt von sechs Leistungsstufen, die sich auf bestimmte Schutzeigenschaften beziehen.


Das Hitze- und Flammenpiktogramm wird von einem 6-stelligen Code ergänzt:
A – Brennverhalten (Brennbarkeitsbeständigkeit): Leistungsstufe 0–4. Basierend auf der zeitlichen Dauer, die das Material nach dem Entfernen der Zündquelle weiter brennt und glüht. Die Nähte des Handschuhs sollten sich nach einer Brenndauer von 15 Sekunden nicht lösen.
B – Kontaktwärme: Leistungsstufe 0–4. Basierend auf dem Temperaturbereich (100-500°C), in dem der Anwender mindestens 15 Sekunden lang keine Schmerzen verspürt. Wird hier ein EN-Level 3 oder höher erreicht, sollte das Produkt in der Brennbarkeitsprüfung ebenfalls mindestens EN-Level 3 erreichen. Anderenfalls sollte die maximale Kontaktwärmestufe mit Level 2 angegeben sein.
C – Konvektive Hitze: Leistungsstufe 0–4. Basierend auf der zeitlichen Dauer, die der Handschuh die Wärmeübertragung von einer Flamme verzögern kann. Eine Leistungsstufe sollte nur angegeben werden, wenn bei der Brennbarkeitsprüfung Leistungsstufe 3 oder 4 erreicht wurde.
D – Strahlungswärme: Leistungsstufe 0–4. Basierend auf der zeitlichen Dauer, die der Handschuh die Wärmeübertragung verzögern kann, wenn er einer Strahlungswärmequelle ausgesetzt ist. Eine Leistungsstufe muss nur angegeben werden, wenn bei der Brennbarkeitsprüfung Leistungsstufe 3 oder 4 erreicht wurde.
E - Widerstandsfähigkeit gegen kleine Spritzer geschmolzenen Metalls: Leistungsstufe 0–4. Die Anzahl an geschmolzenen Metalltropfen, die erforderlich ist, um den Probehandschuh auf ein gewisses Niveau zu erhitzen. Eine Leistungsstufe sollte nur angegeben werden, wenn bei der Brennbarkeitsprüfung Leistungsstufe 3 oder 4 erreicht wurde.
F - Widerstandsfähigkeit gegen grosse Mengen flüssigen Metalls: Leistungsstufe 0–4. Das Gewicht des flüssigen Metalls, das erforderlich ist, um die simulierte Haut direkt hinter dem Prüfhandschuh zu schmelzen oder ein Loch hinein zu brennen. Der Test ist fehlgeschlagen, wenn Metalltropfen am Handschuhmaterial hängen bleiben oder wenn sich die Probe entzündet.


EN 421: SCHUTZHANDSCHUHE GEGEN IONISIERENDE STRAHLUNG UND RADIOAKTIVE KONTAMINATION

Diese Norm gilt für Handschuhe, die Schutz gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination bieten.


Definition :
Die Art des Schutzes wird durch ein Piktogramm verdeutlicht, das auf die spezifischen Schutzeigenschaften verweist.


Um den Anwender vor radioaktiver Kontamination zu schützen, muss der Handschuh undurchlässig sein und den Penetrationstest nach EN374 bestehen. Um effektiven Schutz gegen ionisierende Strahlung zu bieten, muss der Handschuh eine gewisse Menge an Blei enthalten, auch als Bleiäquivalenz bezeichnet. Die Bleiäquivalenz muss auf jedem Handschuh angegeben sein.

Materialien, die ionisierender Strahlung ausgesetzt sind, können sich aufgrund ihrer Reaktion auf Ozonrissbildung verformen. Dieser Test ist optional und kann als Hilfsmittel zur Auswahl der geeigneten Handschuhe genutzt werden, die gegen ionisierende Strahlung beständig sein müssen.


EN 60903: ARBEITEN UNTER SPANNUNG – ELEKTRISCH ISOLIERENDE HANDSCHUHE

Diese Norm enthält alle Anforderungen für einen effizienten Schutz gegen elektrischen Strom und bezieht sich nicht auf andere Normen für Schutzhandschuhe, wie die EN 388 oder EN 374.


Definition:
Ein isolierender Elektroschutzhandschuh für Arbeiten an stromführenden Leitungen wird gemäss der PSA-Regelung in die Kategorie III eingestuft. Ein für Arbeiten an unter Spannung stehenden Leitungen zertifizierter Handschuhmuss der EN 420 entsprechen, alle vorgeschriebenen Tests bestehen und mehrere Anforderungen gemäss EN 60903 (z.B. Mechanik- und Thermoschutz (für Niedrigtemperaturen), Flammfestigkeit oder Alterung)erfüllen. Regelmässige Prüfung und elektrische Retests Handschuhe der Klassen 1, 2, 3 und 4, auch die aus dem Lagerbestand, müssen alle 6 Monate einer Sichtprüfung und einem erneuten dielektrischen Test unterzogen werden. Für Handschuhe der Klassen 0 und 00 genügt die Sichtprüfung.


Klasse 00: max. Arbeitsspannung 500 V Wechselstrom
Klasse 0: max. Arbeitsspannung 1‘000 V Wechselstrom
Klasse 1: max. Arbeitsspannung 7‘500 V Wechselstrom
Klasse 2: max. Arbeitsspannung 17‘000 V Wechselstrom
Klasse 3: max. Arbeitsspannung 26‘500 V Wechselstrom
Klasse 4: max. Arbeitsspannung 36‘000 V Wechselstrom


BESCHICHTUNGEN


Nitril (NBR) Nitrilschaum (NBR-Schaum) Polyurethan (PU) Latex
Sehr gute Perforationsbeständigkeit und Langlebigkeit Gleiche Eigenschaften wie Nitril, aber besserer Nassgriffigkeit Sehr gute Abriebfestigkeit Sehr gute Abriebfestigkeit
Gute Beständigkeit gegen Öle, Fette und Lösungsmittel Wasserfest
Gute Griffigkeit Gleiche Eigenschaften wie Nitril, aber besserer Nassgriffigkeit Gute Trockengriffigkeit Geschmeidig
Weniger geschmeidig Geschmeidiger als normale Nitrilbeschichtung Ausgezeichnete Flexibilität und Geschmeidigkeit Nicht ölbeständig


EN 12477 + A1: 2005 - SCHUTZHANDSCHUHE FÜR SCHWEISSER

Diese Norm bezieht sich auf speziell für Schweissarbeiten konzipierte Handschuhe und definiert die geeigneten Mindestleistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzhandschuhe, die beim Schweissen, Schneiden und für ähnliche Verfahren eingesetzt werden.

Sie enthält zusätzlich Anforderungen der EN 420, EN 388 und EN 407, um sicherzustellen, dass die Handschuhe die richtige Grösse haben und komfortabel geschnitten sind, damit sie dem Träger keinen Schaden zufügen. Schweissschutzhandschuhe sollten Schutz vor kleinen flüssigen Metallspritzern bieten, kurzfristigem Kontakt mit konvektiver Hitze, Strahlungs- und Kontaktwärme standhalten und vor mechanischen Risiken schützen.

Handschuhe für Schweisser werden anhand ihrer Leistung in zwei Gruppen eingeteilt:
Typ A - Handschuhe mit geringerem Tast- und Fingerspitzengefühl und höherer Leistung in Hinblick auf physikalische Eigenschaften wie Abrieb, Beständigkeit gegenüber konvektiver Hitze, Durchstechen und Reissen. Empfohlen für alle Schweissverfahren ausgenommen WIG-Schweissen. Sie bieten besseren Schutz vor Hitze.
Typ B - Handschuhe mit höherem Tast- und Fingerspitzengefühl und geringerer physikalischer Leistung, für WIG-Schweissen empfohlen. Diese Handschuhe bieten einen geringeren Hitzeschutz, sind jedoch flexibler und nachgiebiger.


Anforderungen Norm Erforderliche Mindestleistung
Typ A Typ B
Abriebfestigkeit EN 388 Stufe 2 500 Zyklen Stufe 1 100 Zyklen
Schnittfestigkeit EN 388 Stufe 1 Index 1,2 Stufe 1 Index 1,2
Weiterreissfestigkeit EN 388 Stufe 2 25 N Stufe 1 10 N
Durchstichfestigkeit EN 388 Stufe 2 60 N Stufe 1 20 N
Brennverhalten (Brennbarkeitsbeständigkeit) EN 407 Stufe 3 Stufe 2
Kontaktwärmebeständigkeit EN 407 Stufe 1 100° C Stufe 1 100° C
Beständigkeit gegen konvektive Hitze EN 407 Stufe 2 HTI ≥ 7 ---
Widerstandsfähigkeit gegen kleine Spritzer geschmolzenen Metalls EN 407 Stufe 3 25 Tropfen Stufe 2 15 Tropfen
Tast- und Fingerspitzengefühl EN 420 Stufe 1 ≤ 11 mm Stufe 4 ≤ 6,5 mm


Arten von Schutzhandschuhen nach Gefahrengruppe


Der wichtigste Aspekt bei der Auswahl der richtigen Schutzhandschuhe für Ihre Mitarbeiter ist das jeweilige Einsatzfeld, für das der Handschuh benötigt wird. Es sind heute auf dem Markt zahllose Handschuhe unterschiedlichster Art erhältlich, aber wie Sie den verschiedenen Normen entnehmen können, erfordert jedes Einsatzfeld eine bestimmte Art von Handschuhen, die einen spezifischen Schutzgrad aufweist. Aus diesem Grund sollten die vorgesehene Arbeit und die damit verbundenen möglichen Gefahren als Grundlage für die Auswahl des richtigen Handschuhtyps dienen.

Anhand der Gefahr, vor der sie den Anwender schützen, werden Schutzhandschuhe in folgende Gruppen unterteilt:



Wir haben uns zuvor bereits die Normen angesehen, die für diese Handschuhtypen gelten, in diesem Kapitel werden wir uns daher nun ihrer Zusammensetzung, den gängigen Materialien und Beschichtungen und den Besonderheiten des Designs widmen.

Schutzhandschuhe sind in verschiedenen Designs und Ausführungsvarianten erhältlich. Die gängigsten Materialstrukturen sind unverstärkte Polymerhandschuhe, Handschuhe aus Strickgewebe, beschichtete Handschuhe sowie genähte Handschuhe. Unverstärkte Handschuhe eignen sich hervorragend zum Schutz vor chemischen und biologischen Gefahren, sind jedoch nicht für mechanische Gefahren geeignet, da sie nur wenig bis gar keine Schutzwirkung gegen Schnitte oder andere ähnliche Unfallursachen bieten.

Diese Handschuhe sind sehr flexibel und bieten ein hohes Tast- und Fingerspitzengefühl und eine hervorragende Haptik. Sie werden in der Regel aus Kautschukmaterialien hergestellt. Wird das Material mit zusätzlichen Polymeren kombiniert, kann dadurch die mechanische und chemische Leistung dieser Handschuhe erhöht werden. Ebenso kann durch Zugabe von Weichmachern, Stabilisatoren oder festen Füllstoffverstärkungen die Widerstandsfähigkeit und damit die Schutzwirkung dieser Schutzhandschuhe erhöht werden.

Handschuhe aus Strickgewebe weisen nur geringe bis keine Beständigkeit gegen Durchstiche, Chemikalien und biologische Gefahren auf, sie bieten jedoch hohe Flexibilität und gute Atmungsaktivität und sie können – abhängig von der verwendeten Faser – auch vor scharfen Kanten schützen. Das nahtlose Design dieser Handschuhe verringert die Reizwirkung auf die Haut, da weniger Reibung vorhanden ist. Aus diesem Grund werden diese Handschuhe häufig als Futter (Liner) in mehrlagigen Schutzhandschuhen verwendet.

Wird beispielsweise eine Stricklage unter einer Polymerschicht verwendet, ist der Handschuh weniger hautreizend, wärmer, schützt besser vor chemischen und biologischen Gefahren und bietet darüber hinaus auch einen gewissen Schnittschutz. Im Gegensatz zu Polymermaterialien löst das Garn weniger häufig allergische Reaktionen aus.

Innenfutter aus Strickgewebe lässt sich nicht nur hervorragend mit Polymeren, sondern auch mit Handschuhbeschichtungen kombinieren. Die Handschuhbeschichtung wird mittels Tauchverfahren hergestellt, dabei wird eine Schicht aus Textilgewebe in eine Polymersuspension eingeweicht. Das Polymer dringt in das Textilmaterial ein und verändert dadurch seine Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien und biologische Gefahren. Auf diese Weise können – abhängig von der Anzahl und Art der hinzugefügten Polymerschichten – auch schnitt- und durchstichfeste Handschuhe hergestellt werden.

Durch eine derartige Beschichtung von Handschuhen aus Strickgewebe bleibt die Flexibilität erhalten, während andere Eigenschaften wie die Schnittfestigkeit verbessert werden können. Abhängig von der vorgesehenen Anwendung der Schutzhandschuhe können diese gegebenenfalls auch nur teilweise beschichtet werden und bieten in diesem Fall bessere Atmungsaktivität. Bei teilbeschichteten Handschuhen bleibt in der Regel der Handrücken unverändert und es werden nur die Handflächen und Finger beschichtet.

Wird ein aufwändigeres Handschuhdesign gewünscht, ist Nähen die beste Option. Bei genähten Handschuhen können ansonsten miteinander inkompatible Materialien kombiniert und auf diese Weise vielseitige Designs hergestellt werden. Genähte Handschuhe können zusätzlich mit Polymeren beschichtet werden, um ihre Beständigkeit gegen Flüssigkeiten, Chemikalien und biologische Gefahren zu erhöhen. Dennoch haben sie einen grossen Nachteil, nämlich die vorhandenen Nähte, die aufgrund erhöhter Reibung nicht nur Hautreizungen verursachen, sondern auch zu verminderter Flexibilität führen können.

Die für die Herstellung von Schutzhandschuhen verwendeten Materialien können variieren, in der Regel werden allerdings Fasern und Textilien oder Polymere eingesetzt. Üblicherweise sind diese Materialien synthetisch, in manchen Fällen können aber auch natürliche Materialien wie Leder verwendet werden. Die Auswahl eines Handschuhs sollte an der vorhandenen Gefahr ausgerichtet sein, aber auch an den in seiner Materialzusammensetzung enthaltenen Stoffen, da diese die tatsächliche Beständigkeit und den Schutzgrad des Handschuhs bestimmen.



CHEMIKALIENSCHUTZHANDSCHUHE

Entsprechend den Anforderungen der EN 374 müssen chemikalienbeständige Schutzhandschuhe drei Hauptarten von Schäden standhalten: Permeation, Penetration und Degradation. Die Qualität, Dicke und Durchlässigkeit der Materialien, aus denen diese Handschuhe hergestellt sind, bestimmen die Schutzwirkung gegen bestimmte Chemikalien. Allerdings ist jedes Material gegen andere Chemikalien resistent und reagiert ganz unterschiedlich, es gibt daher keinen Universalhandschuh, der den Anwender vor allen Chemikalien schützen kann.

Im vorigen Kapitel wurde auf die gängigsten Chemikalien eingegangen, die in der Branche eingesetzt werden. Werfen wir nun einen Blick auf einige Materialien, die in der Zusammensetzung von Schutzhandschuhen zu finden sind, und auf die Schutzwirkung, die sie bieten. Naturkautschuk wie Latex bietet guten Schutz gegen Lösungsmittel, Ketone und Säuren, schützt jedoch nicht ausreichend gegen Öle, Fette, organische Lösungsmittel oder Kohlenwasserstoffe. Darüber hinaus kann Latex allergische Reaktionen auslösen.

Nitril ist ein synthetischer Kautschuk mit guter Abriebfestigkeit, der häufig in Handschuhen, die in ganz allgemeinen Arbeitsbereichen eingesetzt werden, verwendet wird. Er bietet ausgezeichneten Schutz gegen die meisten chemischen Stoffe mit Ausnahme von Ketonen – falls Ihre Mitarbeiter also häufig mit solchen Stoffen hantieren, sollten Sie sich besser für ein anderes Material entscheiden, beispielsweise Butyl. Dieses Material ist besonders resistent gegenüber Ketonen und Ester, da es eine hohe Permeationsbeständigkeit gegen Gas- und Wasserdämpfe aufweist. Allerdings bietet Butyl keinen guten Schutz gegen die restlichen oben genannten Chemikalien. Nitril ist eine gute Alternative für Menschen mit Latexallergien.

PVC, ein ebenfalls gängiges in chemikalienbeständigen Schutzhandschuhen verwendetes Material, ist ein synthetisches thermoplastisches Polymer mit guter Abriebfestigkeit und hoher Beständigkeit gegenüber Säuren, Ölen und Fetten. Es bildet jedoch nur eine unzureichende Barriere gegen organische Lösungsmittel. PVA bietet Schutz gegen Ketone, Öle und Fette und ist besonders undurchlässig gegenüber Gasen. Dennoch stellt es keine optimale Lösung für wasserbasierte Substanzen dar, da es wasserlöslich ist.

Neopren ist eine der vielseitigsten Optionen für chemikalienbeständige Schutzhandschuhe, da es vor den meisten Substanzen mit Ausnahme von Lösungsmitteln schützt. Es kann eingesetzt werden, um eine chemische Barriere gegen Säuren, Basen, Alkohol, Kraftstoffe, Phenole, Peroxide und Kohlenwasserstoffe zu schaffen und eignet sich gut für die meisten gefährlichen Chemikalien. Neopren bietet hohe Zugfestigkeit und Hitzebeständigkeit, weist jedoch nur eine moderate Abriebfestigkeit auf.

HINWEIS: Beachten Sie bitte, dass eine Kombination von zwei oder mehreren Stoffen deren chemische Eigenschaften und damit die Wirkung auf die genannten Materialien verändern kann. Wenn Sie daher Schutzhandschuhe für die Arbeit mit Gemischen benötigen, müssen Sie auf die geänderten Permeationsraten achten. Generell sollte die Auswahl der Schutzhandschuhe für den Umgang mit Gemischen auf Grundlage der chemischen Komponente mit der kürzesten Durchbruchzeit erfolgen.


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HYGIENEHANDSCHUHE

Einweghandschuhe bieten nicht nur Schutz für die Haut, sondern vermeiden auch Kontamination in sensiblen Branchen, wie der Lebensmittel-, Pharma-, Chemieindustrie etc. Diese Handschuhe bestehen in der Regel aus dünnen Materialien, die hervorragendes Fingerspitzengefühl, gutes Tastempfinden und hohe Bewegungsfreiheit bieten, wodurch sie sich besonders gut für Präzisionsaufgaben eignen. Sie weisen jedoch im Vergleich zu beispielsweise chemikalienbeständigen Handschuhen eine schlechtere Beständigkeit gegen chemische Beanspruchung auf.

Einweghandschuhe werden auch als Hygienehandschuhe bezeichnet – dieser Begriff beschreibt ihre Aufgabe ganz genau: die Hände sauber halten und eine Barriere zwischen der Haut und den verwendeten Stoffen oder Produkten schaffen. Abhängig vom Material, aus dem sie bestehen, können Einweghandschuhe einen gewissen Schutz gegen Chemikalien bieten, sie sollten jedoch niemals als einziger Schutz vor aggressiven oder gefährlichen chemischen Stoffen getragen werden.

Die gebräuchlichsten Materialien für Einweghandschuhe sind Latex, Nitril, Neopren und Vinyl.

Latex ist ein Naturkautschukprodukt, das hohen Komfort und Leistung bietet und für die Arbeit mit anorganischen Chemikalien geeignet ist. Es ist sehr elastisch und anpassungsfähig, bietet ein hohes Tast- und Fingerspitzengefühl, hohen Komfort und verhindert ein Ermüden der Hände, da das Material sehr dünn verarbeitet werden kann.

Latexhandschuhe eignen sich ideal für Präzisionsaufgaben und weisen eine hohe Beständigkeit gegen die meisten gängigen im Laborbetrieb verwenden Chemikalien sowie Lösungsmittel auf. Allerdings bieten sie keinen so wirkungsvollen Schutz gegen Erdölverbindungen, aromatische Lösungsmittel, Öle, Fette, Milch und Milchprodukte sowie Mineralien und Gemüse.

Latex bietet guten Schutz vor Infektionen, kann jedoch allergische Reaktionen auslösen. Das Material ist daher nicht für jeden die beste Wahl. Für Personen, die gegen Naturkautschuklatex allergisch sind, bieten sich synthetische Alternativen an.

Nitrilhandschuhe bieten ähnlichen Tragekomfort wie Latex, sie verursachen jedoch keine Allergien oder Hautreizungen und sind daher eine gute Lösung für Personen, die gegen Naturlatex allergisch sind. Nitril bietet wirksamen Schutz gegen aggressive Chemikalien und Lösungsmittel sowie Mineral- und Pflanzenöle, Benzin und Diesel, Fette und viele Säuren.

Das Material ist extrem elastisch und anpassungsfähig, abrieb- und verschleissbeständig, bietet hohen Tragekomfort und lässt sich einfach anziehen. Die Innenfläche der aus Nitril hergestellten Handschuhe wird häufig behandelt, um das Risiko einer Kontaktdermatitis zu reduzieren, aus diesem Grund eignen sich diese Handschuhe besonders gut für Personen, die übermässig schwitzen und unter einer Staubunverträglichkeit leiden.

Aus Nitril gefertigte Handschuhe eignen sich für die chemische Industrie und die Lebensmittelindustrie, für das Gesundheitswesen sowie für Laborarbeiten. Sie sind widerstandsfähiger gegen Durchstiche als Latexhandschuhe und deutlich elastischer als Vinylhandschuhe, deshalb sind sie vor allem im medizinischen Bereich häufig die erste Wahl. Dank der speziellen Formel erwärmen sich diese Handschuhe durch Körperwärme, passen sich so perfekt an jede Hand an und bieten dadurch ein hohes Tastempfinden und gutes Fingerspitzengefühl.

Vinylhandschuhe sind weniger elastisch als Latex- und Nitrilhandschuhe, kosten dafür aber auch weniger und werden daher für Aufgaben bevorzugt, die nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen und keinen übermässigen Tragekomfort erfordern. Sie sind nicht besonders widerstandsfähig gegen Durchstiche oder chemische Beanspruchung, aus diesem Grund stellen sie auch keine optimale Wahl für den Umgang mit gefährlichen Stoffen dar. Sie können jedoch sicher für die Arbeit mit Lebensmitteln und zum Schutz der Haut vor Verunreinigungen oder Chemikalien mit geringem Gefährdungspotential verwendet werden.

Aus diesem Material hergestellte Handschuhe sind vollkommen latexfrei und lösen daher keine allergischen Reaktionen aus, darüber hinaus bieten sie effektiven Schutz vor bestimmten organischen Säuren, Lösungsmitteln und Alkohol. Allerdings sind sie porös, daher bieten sie keinen ausreichenden Schutz gegen Mineralölprodukte oder Öle. Vinylhandschuhe sollten nicht in der chemischen Industrie oder für Laborarbeiten verwendet werden.

Neopren bietet guten Schutz gegen Säuren, Öle, Fett und flüchtige Chemikalien, sie eignen sich daher für den Umgang mit Alkohol, Kraftstoffen und Kohlenwasserstoffen. Handschuhe aus Neopren werden häufig in der Medizinbranche und für das Handling von Gefahrenstoffen mit hohem Gefahrenpotential verwendet. Sie sind latexfrei und verursachen daher weniger häufig Hautirritationen und allergische Reaktionen, darüber hinaus bleiben sie in einem breiten Temperaturbereich flexibel und komfortabel.

Sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch an Tankstellen werden häufig Polyethylenhandschuhe (PE) verwendet, da sie ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten und schlicht sind. Sie enthalten keine Weichmacher oder Zusätze, sind relativ steif und transparent und ausserdem sehr dünn, daher bieten sie keinen Schutz gegen aggressive Chemikalien, eignen sich jedoch für kurze, einfache Aufgaben, wie den Umgang mit Lebensmitteln in einem Supermarkt.


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THERMISCH ISOLIERENDE SCHUTZHANDSCHUHE

Die Gruppe der thermisch isolierenden Schutzhandschuhe umfasst sowohl Kälte- als auch Hitzeschutzhandschuhe, wir werden uns diese beiden Handschuharten allerdings getrennt voneinander ansehen, da sie unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und durch unterschiedliche Normen geregelt sind.

Hitzeschutzhandschuhe sind unbedingt erforderlich, wenn Arbeiter Gefahren durch grosse Hitze ausgesetzt sind. Wie in der EN 407 Norm angeführt müssen solche Handschuhe mehrere Prüfungen bestehen, unter anderem zur Bewertung der Brennbarkeitsbeständigkeit, der Beständigkeit gegen Kontakthitze und konvektive Hitze sowie gegen Strahlungswärme und grosse oder kleine Spritzer geschmolzenen Metalls.

Um das Brennverhalten, genauer gesagt die Brennbarkeitsbeständigkeit zu prüfen, wird der Handschuh gedehnt und 15 Sekunden über eine Flamme gehalten. Um den Schutz vor Kontakthitze zu prüfen, wird das Material Temperaturen zwischen 100°C und 500°C ausgesetzt. Für die Beständigkeit gegenüber konvektiver Hitze wird das Handschuhmaterial der Hitze einer Gasflamme ausgesetzt. Der vierte bei hitzebeständigen Handschuhen gemessene Wert – die Beständigkeit gegen Strahlungswärme – wird ermittelt, indem gemessen wird, wie lange der Handschuh die Wärmeübertragung von einer Strahlungsquelle verzögert.

Hitzeschutzhandschuhe können aus verschiedenen Materialien bestehen und in verschiedenen Ausführungsvarianten erhältlich sein, gängige Optionen sind allerdings Frotteestrick und synthetische Materialien. Natürliche Materialien wie Frotteestrick schützen am besten bei Temperaturen unter 230°C, da sie die Luft im Inneren des Gewebes einfangen und so eine hervorragende Isolierschicht bilden. Sie bieten ausserdem ein gutes Tast- und Fingerspitzengefühl, allerdings eignen sie sich nicht für einen Einsatz bei extremen Temperaturen.

Wolle bietet hohen Tragekomfort und grundsätzlich gute Hitzebeständigkeit. Sie wird häufig als Futter (Liner) verwendet, ist allerdings auch keine optimale Lösung für extreme Temperaturen. Für Temperaturen über 230°C sind Kunststoffmaterialien wie Kevlar® oder synthetischer Kautschuk besser geeignet, da diese nicht nur gegen Hitze, sondern auch gegen heisse Flüssigkeiten und Dampf schützen.

Leder wird ebenfalls für Hitzeschutzhandschuhe verwendet, da es Schutz vor Hitze, Flammen und Abrieb bietet. Aluminiumverstärkte Gewebe reflektieren Strahlungswärme und schützen vor geschmolzenen Metallspritzern. Carbonfaser brennt nicht, daher ist sie eine gute Wahl für Hitzeschutzhandschuhe, die beispielsweise für Schweissarbeiten verwendet werden. PVC bietet Schutz vor Temperaturen unter 100°C und stellt eine wirtschaftliche und langlebige Lösung dar.

Kälteschutzhandschuhe hingegen müssen die Hände vor Erfrierungen schützen und gleichzeitig ein gutes Tast- und Fingerspitzengefühl und hohen Tragekomfort bieten. Ein sorgfältig ausgewähltes Paar Handschuhe hält die Hände Ihrer Mitarbeiter warm und trocken und ermöglicht ihnen gleichzeitig, effizient zu arbeiten und das Unfallrisiko zu senken. Für diese Handschuhe gilt die Norm EN 511. Diese Norm beurteilt die Handschuhe nach Konvektion und Wärmeleitung sowie anhand ihrer Wärmerückhalteeigenschaften.

Jeder dieser Faktoren wird mit Stufen zwischen 0 und 4 bewertet (Konvektion und Wärmeleitung) bzw. 0 und 1 (Wärmerückhaltevermögen). Konvektion bezeichnet den Prozess des Wärmeverlustes durch die Bewegung von Luft oder Wasser auf der Haut. Wärmeleitung bezeichnet den Wärmeverlust durch physischen Kontakt mit einem anderen Objekt, wie einem gefrorenem Ball oder Eis. Und die Wärmerückhaltefähigkeit bezieht sich schliesslich auf die Wärmemenge, die ein Objekt oder ein Material über einen gewissen Zeitraum speichern kann.

Was sagt diese Norm nun tatsächlich aus? Im Wesentlichen, dass an einen guten Kälteschutzhandschuh die folgenden primären Anforderungen gestellt werden: er muss Feuchtigkeit fernhalten und gleichzeitig Wärme zurückhalten, er muss wasserdicht und windabweisend sein, eine gute Passform haben und angenehmen Tragekomfort gewährleisten. Diese Anforderungen können mit einem mehrlagigen Aufbau erfüllt werden, bei dem Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften zusammenwirken, um den gewünschten Schutz gegen Kälte, Wasser, Feuchtigkeit und Wind zu bieten.

Üblicherweise bestehen wärmeisolierende Handschuhe aus einer äusseren Schicht, welche die vorderste Front gegen die Kälte darstellt, sowie einer Isolierschicht, die mit den Händen in Kontakt kommt und sie warm hält. Diese Schichten werden aus sorgfältig ausgewählten, einander in der Wirkungsweise ergänzenden Materialien gefertigt, die nicht nur Schutz vor niedrigen Temperaturen, sondern auch vor mechanischen Gefahren bieten können.

Die äussere Schicht besteht häufig aus Leder, Acrylfasern oder Ripstop-Nylon, überzogen mit einer wasserabweisenden Beschichtung, die Feuchtigkeit fernhält und ausserdem vor Wind schützt. Anstelle einer dünnen Beschichtung an der Aussenschicht können Kälteschutzhandschuhe auch mit einer wasserdichten Schicht versehen sein, die fest mit der Aussenhülle verbunden ist, um die Schutzwirkung zu erhöhen und das Eindringen von Feuchtigkeit und kalter Luft zu verhindern.

Die Isolierung besteht in der Regel aus Wolle, Fleece oder Acrylmaterial, das die Wärme hält. Abhängig vom Design kann der Handrücken eine dickere, schwerere Lage und die Handfläche eine etwas dünnere, leichtere Schicht aus Isoliermaterial aufweisen. Werden die Handschuhe bei Temperaturen unter -5°C getragen, ist dieser mehrlagige Aufbau ein absolutes Muss, um die Hände sicher und trocken zu halten und vor Erfrierungen zu schützen.

Einige gängige, in der Regel für die Herstellung von Kälteschutzhandschuhen verwendeten Materialien sind:
Polypropylen – wird als Futtermaterial verwendet, hält Wasser und Feuchtigkeit fern, hält aber nicht besonders warm. Daher muss dieses Material mit anderen wärmespeichernden Schichten kombiniert werden, wenn die Hände niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind.
Thinsulate™ – ist dicker und entsprechend konzipiert, um die Hände warmzuhalten. Dieses Material bietet effizienten Schutz bei kaltem Wetter und hält die Wärme, auch wenn es nass wird. Allerdings weist es keine besonders guten Trocknungseigenschaften auf, d. h. wenn das Material einmal nass wird, dann bleibt es auch nass.
Thermolite® – ein feuchtigkeitsabweisendes Futtermaterial für Kälteschutzhandschuhe. Dieses Material trocknet schneller als Thinsulate™ und hält die Wärme im Handschuh. Allerdings verliert es ab Temperaturen unter 5°C an Effizienz.
Wolle kann eine hervorragende Option sein, um einen Kälteschutzhandschuh wärmer zu machen und Feuchtigkeit abzutransportieren. Ein Nachteil dieses Materials ist, dass es zusätzliches Volumen mitbringt und daher nicht die beste Wahl für den Einsatz bei Arbeiten ist, die hohe Präzision und Fingerspitzengefühl erfordern.
Polymerbasierte Materialien wie ComFortrel® eignen sich ideal für Handschuhfutter, da sie feuchtigkeitsabweisende Eigenschaften aufweisen und nicht so voluminös wie Wolle sind. Sie sind daher eine ausgezeichnete Wahl, wenn man nach einem dünnen Futterstoff für Arbeitshandschuhe sucht.
Leder eignet sich nicht besonders gut als Kälteschutz, aber es wird oft als Verstärkung an den Handflächen genutzt, da es weich und griffig ist. Es ist ausserdem atmungsaktiver als andere Materialien und hält die Feuchtigkeit besser ab.
Gänsedaunen besitzen grossartige wärmespeichernde Eigenschaften, sind aber nicht atmungsaktiv und recht voluminös. Aus diesem Grund sind sie nicht die erste Wahl für Handschuhe, die für Arbeiten eingesetzt werden, bei denen man Fingerspitzengefühl braucht.
PrimaLoft – genau wie Gänsedaunen weist dieses Material ausgezeichnete wärmespeichernde Eigenschaften auf, ist allerdings atmungsaktiver und wasserabweisend, bietet jedoch kein besonders gutes Tast- und Fingerspitzengefühl.
PVC – dieses Material wird zur Beschichtung von Kälteschutzhandschuhen verwendet, da es ausgezeichnete Griffigkeit und Abriebfestigkeit bietet. Dank diesem Material eignen sich die damit behandelten Handschuhe für den Einsatz unter nassen sowie trockenen Bedingungen.
Fleece hält die Hände auch bei Nässe warm, bietet gute Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsaufnahme, weshalb es häufig für die Herstellung von Handschuhfutter verwendet wird. Allerdings ist es auch relativ voluminös und bietet deshalb keine so grosse Bewegungsfreiheit bzw. eignet es sich nicht für Arbeiten, bei denen Fingerspitzengefühl gefragt ist.

HINWEIS: Beachten Sie bitte, dass Baumwolle ein extrem schlechtes Isoliermaterial für Kälteschutzhandschuhe ist. Wenn Baumwolle Feuchtigkeit aufnimmt und nass wird, bleibt sie danach lange nass und kalt.


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ELEKTRISCH ISOLIERENDE SCHUTZHANDSCHUHE

Elektrisch isolierende Schutzhandschuhe müssen die Anforderungen der EN 60903 erfüllen, die sechs Klassen für Schutzhandschuhe von 00 bis 4 definiert. Die Schutzhandschuhe mit den besseren Werten (höheren Nummern) sind für Einsatzfelder mit höheren Spannungen zugelassen. Um also den geeigneten Handschuh aus dieser Kategorie für Ihre Mitarbeiter auszuwählen, müssen Sie die Höchstspannung kennen, der sie während ihrer Arbeit ausgesetzt sein können.

Die Ausführung und die Materialien dieser Handschuhe können variieren, in den meisten Fällen sind elektrisch isolierende Schutzhandschuhe jedoch Fünf-Finger-Handschuhe mit ergonomischer Form aus einem hochwertigen Gummimaterial, das hohe Flexibilität gewährleistet. Um möglichen allergischen Reaktionen und Hautirritationen vorzubeugen, sollten die Arbeiter einen Futterhandschuh unter dem Isolierhandschuh aus Gummi tragen. Diese zusätzliche Komponente verringert derartige Beschwerden, absorbiert Schweiss und hält überdies die Hände warm.

Über dem Gummihandschuh kann der Arbeiter eine Schutzlage aus Leder tragen, welche die mechanische Widerstandsfähigkeit des Handschuhs erhöht und diesen wirkungsvoll vor Durchstich, Abrieb und Schnitten schützt. Gleichzeitig schützt die Lederschicht den Gummi vor den Auswirkungen von Ozon, das zu Rissbildung und Schäden am Handschuh führen kann, wodurch dieser unbrauchbar wird.

Von dieser Empfehlung ausgenommen sind Handschuhe der Klasse 00 und Klasse 0, wenn die Spannung 250V AV oder 375V DC nicht übersteigt. In diesem Fall und unter eingeschränkten Einsatzbedingungen kann der Arbeiter, wenn die Arbeit ungewöhnlich hohe Fingerfertigkeit erfordert oder die benutzten Teile und Ausrüstungen von geringer Grösse sind, wahlweise nur den Isolierhandschuh ohne zusätzliche Lederschicht verwenden.

Das gleiche gilt auch für die anderen Handschuhe (Klasse 1–4) unter eingeschränkten Einsatzbedingungen, wenn die Arbeit ungewöhnlich hohe Fingerfertigkeit erfordert und der Arbeiter nachweisen kann, dass nur eine geringe Gefährdung besteht. In diesem Fall muss die Leistungsstufe des Handschuhs jedoch eine Klasse höher sein, als die für die jeweilige Spannung tatsächlich empfohlene Klasse.

Da elektrisch isolierende Schutzhandschuhe ganz leicht durch Ozon und mechanische Beanspruchung beschädigt werden können, ist es wichtig, dass sie vor jeder Anwendung überprüft werden, auch wenn sie vollkommen neu sind. Sowohl die Handschuhe als auch die Manschetten oder Schutzärmel sollten auf Schnitte, Einrisse, Risse, Löcher und UV-Schäden sowie auf Anzeichen einer chemischen Schädigung oder Kontaminierung, wie z. B. Anschwellen des Materials, untersucht werden.

Anhand ihres Verhaltens bei Exposition gegenüber Ozon werden Isolierhandschuhe in zwei Typen eingeteilt: Typ I und Typ II. Mit Typ I gekennzeichnete Handschuhe sind nicht ozonbeständig, während mit Typ II gekennzeichnete Handschuhe ozonbeständig sind. Generell sind Naturlatexhandschuhe weniger ozonbeständig als Nitril-, Neopren-, EPDEM- oder Vinylhandschuhe. Typ-I-Handschuhe werden häufig aus Naturkautschuk hergestellt, während Typ-II-Handschuhe aus synthetischen Materialien hergestellt werden.

Denken Sie jedoch daran, dass sowohl Naturlatex als auch synthetische Materialien wie Nitril und Neopren mit Ozon reagieren. Das heisst, selbst wenn sie sich für einen Nitrilhandschuh anstelle eines Latexhandschuhs entscheiden, müssen Sie ihn vor dem Gebrauch regelmässig überprüfen und sorgsam aufbewahren. In Hinblick auf die Aufbewahrung ist zu beachten, dass elektrisch isolierende Schutzhandschuhe vor Sonnenlicht und übermässiger Hitze oder Feuchtigkeit geschützt werden müssen und fern von Ozon und anderen chemischen Stoffen aufbewahrt werden müssen, welche das Material beschädigen könnten.

Elektrisch isolierende Schutzhandschuhe werden in einer Vielzahl von Branchen und Einsatzfeldern verwendet, von der Telekommunikationsbranche, dem Bauwesen und Krankenhäusern über die Transport- und Automobilindustrie bis hin zu Wasserkraftwerken, im Maschinenbau und -betrieb sowie im HLK Bereich sowie in Schulen, Bürogebäuden etc.


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SCHNITTSCHUTZHANDSCHUHE

Um die richtigen Schnittschutzhandschuhe für Ihre Mitarbeiter auswählen zu können, müssen Sie die potentiellen Gefahren analysieren, denen sie ausgesetzt sein können. Auch wenn „Schnitte“ als einzelne Gefahrenkategorie betrachtet werden und alle Schnittschutzhandschuhe ähnliche Eigenschaften aufweisen, gibt es tatsächlich eine Vielzahl verschiedener Schnittverletzungen, die am Arbeitsplatz auftreten können, und jede einzelne davon erfordert ein anderes Schutzniveau und damit einen anderen, ganz spezifischen Schnittschutzhandschuh.

Darüber hinaus brauchen Arbeitnehmer, die Schutz vor Schnittverletzungen benötigen, möglicherweise einen Handschuh, der zusätzlich hohe Bewegungsfreiheit, gutes Tast- und Fingerspitzengefühl und Schutz vor hohen oder niedrigen Temperaturen bietet. Aus diesem Grund sind bei der Wahl eines geeigneten Schnittschutzhandschuhs mehrere Kriterien zu berücksichtigen. Wir empfehlen Ihnen daher, sich vor dem Kauf eines solchen Schutzhandschuhs und vor allem, wenn Sie eine solche PSA zum ersten Mal in Ihrem Unternehmen nutzen, an unsere Experten zu wenden, die dann eine Bewertung sämtlicher Gefahren und Risiken durchführen, denen die Hände Ihrer Mitarbeiter ausgesetzt sind oder sein können.

Sehen wir uns nun die verschiedenen Schnittverletzungen an, die am Arbeitsplatz vorkommen können. In manchen Industriezweigen sind Arbeiter der Gefahr von Schnittverletzungen durch scharfe Gegenstände wie Messer, Klingen, Metallbleche oder Glas ausgesetzt. Dies kann von leichten Beeinträchtigungen oder geringen Schnittrisiken bis hin zu hohen oder extremen Schnittrisiken reichen, darüber hinaus kann jede dieser Verletzungen auf unterschiedliche Weise verursacht werden.

Wenn beispielsweise eine Schnittverletzung auftritt, weil man mit der Hand über eine scharfe Kante streicht, nennt man eine solche Verletzung abrasive Schnittverletzung. Wenn sie beim Umgang mit einem scharfen Gegenstand wie einem Messer oder Cutter auftritt, bezeichnet man sie als Messerschnittverletzung, und wenn die Verletzung durch ein herabfallendes Objekt oder eine ähnliche Krafteinwirkung auftritt, bezeichnet man diese Verletzung als Fallschnittverletzung.

Es gibt leider keinen Sicherheitshandschuh, der einen umfassenden Schutz gegen alle diese Gefahren bietet, aber es gibt viele verschiedene Designs und Ausführungen sowie Materialkombinationen und Beschichtungen, die einen ausreichenden Schutz vor Schnitten bieten.

Generell gilt, je schwerer das Material eines Handschuhs ist, desto grösser ist der Schutz, die er bietet, es gibt jedoch auch leichtere Materialien, welche die Hände der Arbeiter wirkungsvoll schützen können. Die Schnittfestigkeit eines Materials wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt, wie Festigkeit, Härte, Gleitfähigkeit und Abrollverhalten, das heisst ein Material mit solchen Eigenschaften besitzt eine höhere Schnittfestigkeit als beispielsweise ein Material mit geringerer Härte.

Einige der Materialen, die sich am besten für die Herstellung von Schnittschutzhandschuhen eignen, sind Dyneema® Fasern, Spectra®, Kevlar®, SuperFabric® und TurtleSkin®, aber auch Stahldrähte und Glasfasern, die in den Handschuh eingearbeitet werden können, sorgen für verbesserte Schnittfestigkeit.

Diese Fasern können in unterschiedlichen Handschuhausführungen kombiniert werden. Die gängigste Ausführung eines Schnittschutzhandschuhs besteht aus drei Lagen: einem Futter (Liner), einer Beschichtung und einer Greifschicht aus Grip-Material.

Das Futter (Liner) ist die Schicht, die mit der Haut in Kontakt kommt und die Struktur des Handschuhs stabilisierend unterstützt. Sie besteht aus modernen Fasern und ist sozusagen das Rückgrat des Handschuhs. Bei besonders scharfen Kanten und geringen Kräften sorgt ein dickes Futter mit geringer bis mittlerer Maschenweite für mehr Gewebevolumen, um Reibung zu dämpfen und zu kompensieren. Bei hoher Krafteinwirkung empfiehlt sich ein dickeres Futter mit geringer Maschenweite.

Bei hoher Schnittgefahr dämpft ein dickeres Futter mit mittlerer Maschenweite die Presskante und lässt das Garn abrollen. Schutzhandschuhe, die ein Futter mit grösserer Maschenweite besitzen, bieten besseren Schutz gegen scharfe Kanten und eignen sich daher auch besser bei mittleren bis höheren Schnittrisiken.

Die Beschichtung bietet Schutz gegen Abrieb, Schnittverletzungen, Durchstechen, Einhaken, Risse und Verunreinigungen und verbessert den Grip des Handschuhs. Eine dickere Beschichtung kann die Abrieb- und Reissfestigkeit erhöhen und damit auch die Schutzwirkung bei Kontakt mit scharfen Kanten.

Und zu guter Letzt verbessert das Grip-Material die Sicherheit dieser Handschuhe noch einmal zusätzlich, indem es ein Abgleiten verhindert und so das Risiko eines Kontakts mit scharfen Gegenständen verringert. Solche Greifschichten sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich, z. B. glatt, gekräuselt, mit Muster, mit Mikroschaum oder Mikro-Finish, mit rauer Greiffläche und so weiter.

Die Belastbarkeit dieser Schutzhandschuhe wird auf unterschiedliche Weise geprüft und gemäss den Anforderungen der EN 388 bewertet. Beispielsweise steht EN 388 Klasse A für eine Schnittkraft von 2 N oder 203 g, das heisst Handschuhe mit diesem Schutzniveau eignen sich für leichtes Materialhandling und Kleinteilfertigung ohne scharfe Kanten.

Klasse B steht für eine Schnittkraft von 5 N oder 509 g und eignet sich für Lager- und Verpackungsarbeiten und den leichten Universaleinsatz. Klasse C wird für Handschuhe vergeben, die 10 N (1019 g Durchschnitt) widerstehen, und kennzeichnet Handschuhe für leichte Metallarbeiten, Metallstanzen, HLK, leichte Glasarbeiten sowie Kunststoff- und Materialhandling.

Klasse D steht für 15 N oder 1‘529 g Durchschnitt und eignet sich für das Handling von Flaschen und leichte Glasarbeiten, leichtes Metallhandling, Gerätebau, Konservenindustrie, Trockenbau, HLK sowie für die Verlegung von Teppichböden. Klasse E wird für Handschuhe vergeben, die 22 N oder 2‘243 g Durchschnitt widerstehen. Diese Handschuhe eignen sich für Arbeiten wie Metallstanzen, Metallblechverarbeitung, Glasverarbeitung und Automobilmontage.

Und EN 388 Klasse F steht schliesslich für 30 N oder 3‘059 g und eignet sich für schwere Metallumformarbeiten, Metallrecycling, Lebensmittelverarbeitung sowie für die Zellstoff- und Papierindustrie.


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INDUSTRIEHANDSCHUHE

Industriehandschuhe können nicht nur in Bezug auf ihr Design, sondern auch in Hinblick auf die verwendeten Materialien stark variieren, da diese vom jeweiligen Einsatzfeld und den Gefahren abhängig sind, welchen die Hände ausgesetzt sind. Industriehandschuhe können aus Kautschukmaterialien wie Latex, aus Synthetikmaterialien oder auch aus Fasern bestehen, eine oder mehrere Schichten enthalten und mit Verstärkungen und Beschichtungen versehen sein.

Wir haben beispielsweise bereits erfahren, dass die gebräuchlichsten Schutzhandschuhe in der chemischen Industrie aus Latex, Nitril, Neopren oder Vinyl bestehen. In Branchen, in denen die Hände scharfen Werkzeugen und Kanten ausgesetzt sind, werden Schnittschutzhandschuhe benötigt, und diese bestehen meist aus stärkeren Materialien, häufig in mehreren Schichten, mit oder ohne Metallgewebe. In der Lebensmittelindustrie sind Einweghandschuhe am weitesten verbreitet, da sie kostengünstig sind, ausreichend Schutz für die Haut bieten und eine Kontaminierung der verarbeiteten Produkte verhindern.

In der Transportindustrie werden Handschuhe in der Regel aus Leder gefertigt, das guten Halt und eine sichere Kontrolle des Lenkrads bietet, mit oder ohne Verstärkung oder Polsterung im Bereich der Handfläche für zusätzlichen Komfort. Schutzhandschuhe für Elektriker besitzen elektrisch isolierende Eigenschaften, während Handschuhe für Schweisser Schutz vor Hitze und Spritzer aus geschmolzenem Metall bieten.

Es gibt natürlich auch Handschuhe, die für allgemeine Einsatzfelder in der Industrie geeignet sind bzw. universal einsetzbare Industriehandschuhe. Solche Handschuhe eignen sich für Fabrik- und Lagerarbeiten, Maurerarbeiten, Gartenarbeiten, Bauarbeiten und vieles mehr. Sie sind oft mit isolierenden Schichten und mit Beschichtungen versehen, die für einen guten Halt oder Grip sorgen. Diese Handschuhe sind die perfekte Wahl, wenn man keinen Schutz vor besonderen Gefahren wie z. B. vor hohen oder niedrigen Temperaturen, gefährlichen Chemikalien, Strom oder Schnittverletzungen benötigt.


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Auswahlverfahren für Schutzhandschuhe


Bei der Auswahl der geeigneten Schutzhandschuhe für Ihre Mitarbeiter sind die folgenden vier Faktoren zu berücksichtigen:
Die Art der Gefährdung, der sie ausgesetzt sind
Die Aufgabe, welche die Arbeiter erfüllen
Die Anwender der Handschuhe – Handgrösse, Gesundheitszustand
Die Arbeitsbedingungen – Temperatur, Feuchtigkeit, Ergonomie

Die Art der Gefährdung variiert je nach Branche, die Hauptgefahrengruppen sind:
chemische Gefahren, wie der Kontakt mit Benzin oder Ölen, Lösungsmitteln, Säuren, Klebstoffen oder anderen giftigen und reizenden Chemikalien;
biologische Gefahren, wie der Kontakt mit tierischem Gewebe oder tierischen Flüssigkeiten oder mit anderen Krankheitserregern, Viren und Bakterien;
thermische Gefahren, wie heisse Geräte und Werkzeuge, Dampf, heisses oder kaltes Wasser, flüssiger Stickstoff;
mechanische Gefahren, wie, schwere oder scharfe Gegenstände, Elektrowerkzeuge, Drähte und Seile, Glasscherben oder Splitter, Nagelpistolen und so weiter.

Die Kontaktart ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, da ein unbeabsichtigter Kontakt nicht die gleichen Folgen und Risiken nach sich zieht wie ein beabsichtigter.
Ein unbeabsichtigter Kontakt tritt auf, wenn der direkte Kontakt mit der Gefahrenquelle nicht vorgesehen ist, beispielsweise wenn ein Arbeiter mit einem giftigen chemischen Stoff hantiert und dieser über seine Hände spritzt. In diesem Fall können einige Handschuhtypen ausreichenden Schutz bieten, sofern der Handschuh nach dem Vorfall schnell genug entfernt und die Haut gründlich gereinigt wird.
Ein beabsichtigter Kontakt tritt auf, wenn der Kontakt mit der Gefahrenquelle erwartet wird und unvermeidlich ist. Dieser Fall tritt beispielsweise ein, wenn ein Arbeiter eine Aufgabe ausführt, bei der er seine Hände in eine chemische Substanz eintauchen muss und der Kontakt mit dieser Substanz nicht vermieden werden kann. In diesem Fall muss der Schutzhandschuh einen höheren Schutzgrad bieten als im vorherigen Szenario.

Die Handschuhgrösse kann ermittelt werden, indem man den Umfang der dominanten Hand mit einem Massband ausmisst. Werden die Handschuhe in mit Buchstaben angegebenen Grössen geliefert, entsprechen Sie den folgenden Massen:

Handschuhgrösse in Buchstaben EU Handschuh-grössen Handschuhlänge (cm) Herren Handumfang (cm) Damen Handumfang (cm)
XS 6 16 18 15
S 7 17 20 17
M 8 18 23 18
L 9 19 25 19
XL 10 20 28 20

Um die passende Handschuhlänge zu bestimmen, müssen Sie die Eintauchtiefe in eine Lösung oder das erforderliche Schutzniveau kennen. Die Handschuhlänge wird von der Unterkante der Handfläche bis zur Spitze des Mittelfingers gemessen.


Sollten Sie darüber hinaus weitere Hilfe bei der Auswahl der richtigen Schutzhandschuhe für Ihre Mitarbeiter benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Sicherheitsexperten unter x oder senden Sie uns eine Email.


Young boxers fresco, Akrotiri, Greece WUSSTEN SIE SCHON?

Handschuhe kannte man bereits im antiken Griechenland,; sowohl Homer als auch Herodot erwähnen diese Accessoires in ihren Schriften. Das links abgebildete Fresko aus Akrotiri, Griechenland, ist eine der frühesten dokumentierten Darstellungen von der Verwendung von Handschuhen im alten Griechenland.

Im Mittelalter waren Handschuhe aus Leder oder Metall (Stulpenhandschuhe oder auch Fehdehandschuhe) Teil des Schutzpanzers der Soldaten, allerdings verschwand die Notwendigkeit, eine solche Schutzausrüstung zu tragen, nach und nach mit dem Aufkommen der Schusswaffen, die Nahkämpfe unnötig machten.