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Wellenkupplungen (11 Produkte umfassen 132 Artikel)


Mithilfe einer Wellenkupplung wird Kraft von einer antreibenden Welle auf eine angetriebene Welle übertragen; dabei sind die Wellen in Verlängerung oder im Winkel zueinander angeordnet. Kupplungen übertragen Drehmomente ohne Spiel und können außerdem radiale und axiale Ausrichtungsfehler ausgleichen, selbst bei hoher Steifigkeit.


Möglich ist dabei eine starre Verbindung oder aber eine elastische Verbindung, die die oben erwähnten Ausrichtungsfehler ausgleichen und Vibrationen dämpfen kann. Wellenkupplungen sind nahezu wartungsfrei und erfüllen ihre Aufgabe während der gesamten Nutzungsdauer mit hoher Präzision. Sie werden deshalb auch vielfach in Situationen eingesetzt, in denen der Antrieb äußerst präzise sein muss.


Wellenkupplungen gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise als: Reifenkupplung, flexible Klauenkupplung, (Bogen-)Zahnkupplung, feste Kupplung, Lamellenkupplung, elastische Kupplung, Flüssigkeitskupplung, Stiftkupplung und zylindrische Spannelemente. Welche Variante die richtige ist, hängt vor allem von der zu übertragenden Leistung, vom Anwendungsbereich und von der Arbeitsumgebung ab. Wellenkupplungen, die gegenüber Feuchtigkeit, Rostbildung oder anderen (aggressiven) Umgebungsbedingungen beständig sein müssen, sind auch in Edelstahlausführung oder mit spezieller Oberflächenbearbeitung erhältlich.


Dank des umfangreichen Angebots ist für jede spezielle Anwendung die passende Lösung vorhanden, denn außer der Übertragung eines Drehmoments hat jeder Wellenkupplungstyp noch bestimmte Nebenfunktionen: Torsionssteifigkeit (wichtig bei Positionierungsgenauigkeit), durchschlagsicher (z. B bei Hubanwendungen) oder gerade nicht durchschlagsicher, vibrationsdämpfend (bei Verbrennungsmotoren) und Ausgleich von Ausrichtungsfehlern (Parallelitätsfehler oder Winkelfehler).


Manchmal spielen auch die Installationsmöglichkeiten eine Rolle (z. B. axial oder radial montierbar). Falls die Situation es erfordert, lassen sich Wellenkupplungen auch ausbalancieren. Muss zwischen den Wellen ein Abstand überbrückt werden, können so genannte Distanzkupplungen eingesetzt werden. Der betreffende Wellenabstand wird häufig als DBSE (Distance Between Shaft Ends) bezeichnet.


Weiterhin gibt es Wellenkupplungen, die bei hoher Umgebungstemperatur (z. B. komplett aus Metall gefertigte Kupplungen) oder in explosionsgefährlichen Umgebungen, wo die Komponenten die FRAS- und/oder ATEX-Richtlinien erfüllen müssen, einsetzbar sind.


Wellenkupplungen kommen praktisch überall zum Einsatz, von der (Petro-)Chemie bis zur Nahrungs- und Arzneimittelbranche, vom Maschinenbau bis zu maritimen Anwendungen – und nicht zuletzt in Land- und Forstwirtschaft sowie im Fischereiwesen.


Für Wellenkupplungen sind verschiedene Normen relevant, beispielsweise DIN 740, DIN 115 und DIN 116.